Bumiller Collection - Schriften zur Islamischen Kunst und Kulturgeschichte

Die Ausstellung frühislamischer Metallkunst

Die ausgestellte Bumiller Collection ist einzigartig in ihrer Konzentration auf ein geographisches Gebiet, das von den heutigen Ländern Iran, Afghanistan, Usbekistan und Tadschikistan eingenommen wird. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf kunsthandwerklichen Metallarbeiten, die als Beispiel für die kunstgeschichtliche Entwicklung dieses Raumes in frühislamischer Zeit des 7.-12. Jh. stehen.
Ursprünglich waren Iran und die angrenzenden Gebiete Teil des sasanidischen Herrschaftsraumes. Mit den arabischen Eroberungen des 7. Jh. wurden sie zu wirtschaftlich und kulturell bedeutenden Provinzen des seit dem 8. Jh. von Bagdad aus regierten islamischen Kalifats.

Mit dem 9. Jh. entstanden regionale islamische Fürstenhöfe, die als Auftraggeber und Förderer der Künste auftraten. Wirtschaftlicher Wohlstand führte auch bei den städtischen Bewohnern zu einer großen Nachfrage von Objekten des gehobenen Lebensstandards. Mit der Einwanderung turkmenischer Völker aus Zentralasien etablierten sich ab dem 11. Jh. die Herrscher der seldschukischen Dynastie.
Die Metallkunst dieser Epoche war bislang wenig bekannt. Die Ausstellung zeigt erstmalig eine breit angelegte, systematische Ordnung aller Gerätetypen, wie sie angegeben sind unter: Sammlungsgebiete>>
Sie ermöglicht damit auch einen detaillierten Überblick der handwerklichen Herstellungs- und Dekorationstechniken, unter denen Gravieren, Treiben und das Einlegen mit Edelmetall die wichtigsten sind. weiter>>

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