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Das historische Museumsgebäude
Das Museumsgebäude gehört zu den historischen
Bürgerhäusern Bambergs. An seiner Stelle wird erstmals im Jahre
1321 ein Haus urkundlich erwähnt, dessen Gewölbekeller noch
zu besichtigen ist. Nach einem Brand wurde der jetzige Bau 1586 vom Stadtgerichtsschreiber
Johann Merzell errichtet. Die drei steinernen Wappentafeln seiner Familie
befinden sich heute im Treppenhaus. 1710 war das Haus im Besitz des Hof-
und Kammerrates Fortenbach, später wurde eine Bäckerei eingerichtet.
Der dreistöckige Bau besteht aus einem vorderen Eckhaus Austraße
29 und einem Seitenflügel in der Hasengasse, wo sich auch der Eingang
des Museums befindet. Beide Teile gruppieren sich mit einem Rückgebäude
des 19. Jh. um einen Innenhof. Der Dachstuhl stammt noch aus dem 16. Jh.
Mit dem Umbau zum Museum begann 1992 eine umfassende Restaurierung, in
der die Räume von späteren Einbauten befreit und die ursprüngliche
Struktur des 16. Jh. wieder freigelegt wurde. Dabei wurde im Gartensaal
unter dem Verputz eine prächtige barocke Stuckdecke von Beginn des
18. Jh. entdeckt, die wahrscheinlich von Fortenbach in Auftrag gegeben
worden war. Der Stuck stammt aus der Hand des berühmten Meisters
Johann Jakob Vogel, der die Dekoration der fürstbischöflichen
Residenz in Bamberg besorgt hatte. Die jetzige Innenraumgestaltung versucht,
ein Gleichgewicht zwischen der Wirkung des historischen Baus und der Ausstellung
herzustellen.
Im Jahre 2007 wurden im angrenzenden Haus Austr. 27 die Dachgeschosse
des 3. bis 6. Stockwerks erworben, die bereits seit Jahren als Nießbrauchberechtigte
von der BAF für Depot und Raumreserven benutzt worden sind. Hinzu
kamen Anfang 2008 auch die bisherigen Wohnräume im 2. Stockwerk des
vorgenannten Hauses, die umgewidmet, neu hergerichtet und mit einem Durchgang
zum Haus Austr. 29 versehen, nunmehr als zusätzliche Ausstellungsflächen
des Museums benutzt werden.
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